Anlagenwerte

 

Daten

Inputstoffe: 
10.683  t/a Maissilage

427      t/a Getreide
Gasertrag: 2,8 Mio. m³/a Biogas
Leistung:
716 kWel, 682 kWth
CO2-Einsparung:
6.000 t
Nutzungsgrad:

89% durch KWK

 

Die festen Inputstoffe, Maissilage und Getreide, werden über einen Biomassedosierer mit Fördereinrichtungen in die Anmischstation transportiert, wo das Substrat mittels Rührwerk durchmischt und in die Fermenter dosiert eingebracht wird. Unter Luftabschluss findet in den beheizten Fermentern sowie im Nachgärer die Biogaserzeugung statt. Die meisten Bauteile für die Biogasanlage sind Spezialanfertigungen. Zwei Fermenter, ein Nachgärbehälter, eine erdversenkte Mischgrube, ein Güllelager, ein Reststofflager, mehrere Technikcontainer und Trafo-Stationen und natürlich ein BHKW-Container zur Überwachung sind nötig um Biogas zu erzeugen.

 

Anlage

Das erzeugte Biogas wird über eine Gasleitung an das vorhandene Heizhaus Saarstraße geleitet, wo es verlustarm mittels Blockheizkraftwerk zu Strom und Wärme umgewandelt wird. Fernwärme (682 kW) und Strom (716 kW) produziert das Heizhaus Saarstraße aus rund 350 Kubikmeter Biogas pro Stunde. Die Wärmeeinspeisung in das städtische Nahwärmenetz beträgt jährlich 5 bis 6 Millionen kWh.

Dieses Methangas wird in zwei großen Fementern (Gärbehältern) und einem Nachgärbehälter auf dem Gelände der Kirchengut Kloke GbR aus Mais-Silage und Getreide zurechtgegärt. Das Faulraumvolumen beider Fermenter beträgt 4.000 m³. Die Fermenter und der Nachgärer sind jeweils mit einem integrierten Gasspeicher im Foliendach versehen. Das Gasspeichervolumen beträgt insgesamt ca. 2.100 m³. Der Nachgärer hat ein Nutzvolumen von 3.500 m³. Alle Behälter sind mit Rührwerken und Heizung versehen. In einem 2-stufigen Verfahren werden jedes Jahr rund 10.700 Tonnen Maissilage und 430 Tonnen Getreide zu 2.8 Mio. m³ Biogas verarbeitet.

Download: Grundstücksplan der Biogasanlage

 

Biogaserzeugung

Die Nutzung von Biomasse als nachhaltige Energiequelle hat den entscheidenden Vorteil, dass die Energie CO2-neutral produziert werden kann, da nur das klimawirksame Kohlendioxid freigesetzt wird, welches zuvor bei der Entstehung der Biomasse der Atmosphäre entnommen wurde.

Die Biogaserzeugung basiert auf dem Vergärungsprozess. Unter dem Begriff „Vergärung“ versteht man den mikrobiologischen Abbau von organischen Stoffen unter Luftabschluss. In diesem biologischen Prozess wird die organische Biomasse hauptsächlich in Ihre Bestandteile Wasser, Kohlendioxid und Methan umgewandelt, wobei Methan den eigentlichen Energieträger bildet.

Das produzierte Biogas wird gereinigt und entschwefelt und in einen Gasspeicher zwischengespeichert. Anschließend kann es in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) verstromt oder als alternativer Kraftstoff eingesetzt werden.